Patrimonium

Schwerpunkt der Website comicforschung.de ist das von Eckart Sackmann herausgegebene "Deutsche Comicforschung". Diese Reihe, die sich mittlerweile als Standardwerk zur deutschen Comicgeschichte etabliert hat, erschien erstmals im Dezember 2004 (Band 2005). Ferner wird die Website künftig zur Plattform einer Grundlagenforschung der deutschsprachigen Comicliteratur ausgebaut.

 

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Allgemeines

 
Eckart Sackmann:
Comic. Kommentierte Definition
Deutsche Comicforschung 6 (2010), S. 6-9

Was ist ein Comic? Diese Frage wurde zu verschiedenen Zeiten verschieden beantwortet. Die hier vorliegende Definition entstand Ende 2007 im Auftrag des Bibliographischen Instituts (Brockhaus) und wurde für "Deutsche Comicforschung" leicht modifiziert. Anmerkungen sollen einige Grundlagen dieses Ansatzes erläutern.



Eckart Sackmann:
Comics sind nicht nur komisch. Zur Benennung und Definition
Deutsche Comicforschung 4 (2008), S. 7-16

Wer unter dem Begriff "Comic" nur den Comic neuerer Prägung versteht, verkennt, dass auch die Form der Bild-Erzählung auf eine lange Tradion zurückblicken kann. Das unzutreffende Lehnwort aus dem Englischen hat bis heute eine vorurteilsfreie Ein- und Zuordnung verhindert.



Eckart Sackmann:
Das 19. Jahrhundert: Vom Bilderbogen zur Comic Section
Deutsche Comicforschung 9 (2013), S. 22-46

Die Bild-Erzählung wandte sich ursprünglich allein an Erwachsene. Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erkannten die Verlage zunehmend "das Kind" als Zielgruppe. Die humoristischen Zeitungsbeilagen in den USA um 1900 erbten nicht nur diese Ambivalenz, sondern auch formale Vorgaben aus der Alten Welt.



Eckart Sackmann:
Bänkelsang und Schiebebilder - eine Entwicklungsgeschichte
Deutsche Comicforschung 2 (2006), S. 112-122

In der Geschichte des Comic gibt es Randgebiete, die für das Verständnis dieser Ausdrucksform von Interesse sind. Vom Flugblatt der Renaissance über den Bänkelsang zieht sich eine Linie bis hin zur Laterna Magica und den Diafilmen des 20. Jahrhunderts.



Eckart Sackmann und Harald Kiehn:
Der Sprechblasencomic im Widerstreit der Kulturen
Deutsche Comicforschung 6 (2010), S. 22-45

Während zu Beginn des 20. Jahrhunderts der Sprechblasencomic in den USA den Durchbruch schaffte, hielt man in Europa an alten Traditionen fest. Das war sowohl Ausdruck eines kulturellen Dünkels als auch pädagogisch motiviert. Selbst in Amerika waren die neuen Comicbeilagen nicht unumstritten.



Eckart Sackmann:
Der Sprechblasencomic im Widerstreit der Kulturen, Teil 2
Deutsche Comicforschung 7 (2011), S. 43-48

In "Deutsche Comicforschung" 2010 wurde ein erster Versuch unternommen, die reservierte Haltung europäischer Zeichner und Verleger gegenüber dem amerikanischen Sprechblasencomic nach 1900 abzuleiten. Neu aufgefundene Dokumente aus den 20er und 30er Jahren sollen diese Ausführungen ergänzen.



Christian Maiwald und Eckart Sackmann:
Esperanto für Analphabeten - die Einführung eines Kritikschemas
Deutsche Comicforschung 3 (2007), S. 105-118

Als die deutschen Verlage zu Anfang der 1950er Jahre den Comic entdeckten, hatte die Vorverurteilung dieser Form schon begonnen. Die erste, die sogenannte "negative Phase" der Comic-Hatz wurde Mitte des Jahrzehnts durch die Einrichtung einer "Bundesprüfstelle" und von Schmökergrab-Aktionen abgelöst.
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Michael F. Scholz:
Zur Anti-Comic-Debatte der DDR in den 50er Jahren
Deutsche Comicforschung 5 (2009), S. 104-117

Nicht nur in Westdeutschland, auch in der DDR gab es zu Beginn der 50er Jahre Bestrebungen, dem vermuteten schädlichen Einfluss der Comics etwas entgegenzusetzen. Die Debatte um "Schmutz und Schund" wurde hier möglicherweise mit dem Ziel geführt, die USA zu diskreditieren.
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Dietrich Grünewald:
Zwischen Schund und Kunst. Comics in den 70er Jahren
Deutsche Comicforschung 6 (2010), S. 132-143

Die Schund-und Schmutz-Debatte der 50er Jahre wirkte lange nach. Doch dann, gegen Ende der 60er und vor allem in den 70er Jahren begann sich das öffentliche Bild der Comics zu ändern. Der Paradigmenwechsel war besonders in der sich grundsetzlich neu orientierenden Kunstdidaktik spürbar.
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