Patrimonium

Schwerpunkt der Website comicforschung.de ist das von Eckart Sackmann herausgegebene "Deutsche Comicforschung". Diese Reihe, die sich mittlerweile als Standardwerk zur deutschen Comicgeschichte etabliert hat, erschien erstmals im Dezember 2004 (Band 2005). Ferner wird die Website künftig zur Plattform einer Grundlagenforschung der deutschsprachigen Comicliteratur ausgebaut.

 

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1919 bis 1939

 
Harald Havas:
Peter Eng - das Bindeglied?
Deutsche Comicforschung 8 (2012), S. 28-35

Künstlerische Neuerungen lassen sich stets auf Vorbilder und Entwicklungen zurückführen. Das gilt auch für den Comic. Verdanken wir das häufige Auftreten von Sprechblasen im Österreich der 1920er und 30er Jahre einem eher unscheinbaren Strip aus der Feder des in den USA ausgebildeten Zeichners Peter Eng?



Heiner Jahncke:
Mit Gottvertrauen und einer guten Flinte
Deutsche Comicforschung 1 (2005), S. 47-51

Vor rund hundert Jahren sollte das "deutsche Wesen" der ganzen Welt zum Vorbild gereichen. Ein ähnlich missionarischer Anspruch ging von der Kirche aus. Der wilhelminische Kolonialismus fand seinen späten Niederschlag in einer Serie von Comicbüchern mit den Reiseabenteuern des "Onkel Bleise".



Eckart Sackmann:
Paul Simmel
Deutsche Comicforschung 2 (2006), S. 48-59

Addenda
Deutsche Comicforschung 4 (2008), S. 138-140

In den 1920er und 30er Jahren war Paul Simmel einer der bekanntesten deutschen Karikaturisten. Er wirkte stilbildend für viele, die ihm nacheiferten. In seinem überwiegend aus Cartoons bestehenden Werk finden sich auch Comics, darunter zwei längere Serien.



Eckart Sackmann und Gerd Lettkemann:
Der Contibube - Erich Maria Remarque als Comicautor
Deutsche Comicforschung 2 (2006), S. 60-67

Als Autor des Bestsellers "Im Westen nichts Neues" wurde Erich Maria Remarque Ende der 1920er Jahre eine international bekannte Persönlichkeit. Dass Remarque in den Jahren zuvor auch Comics getextet hatte, spielte fortan in seinem offiziellen Lebenslauf keine Rolle mehr.
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Eckart Sackmann:
Otto Schendel
Deutsche Comicforschung 8 (2012), S. 36-55

Man kennt ihn eigentlich nur durch ein - für den Zeichner wenig schmeichel- haftes - Buch, "Die heilige Plutokrazia". Otto Schendel hat weit mehr als das geschaffen. An seinem Werk ist abzulesen, wie sich deutsche Zeichner der Zwischenkriegszeit auf dem Grat zwischen Tradition und Moderne bewegten.



Gerd Lettkemann:
Frank Behmak
Deutsche Comicforschung 8 (2012), S. 56-63

Ein Zeichner, von dem nur das Frühwerk bekannt ist, ist künstlerisch schwer einzuschätzen. Frank Behmak zeigt in diesem Frühwerk erstaunliche Ansätze und eine stetige Entwicklung. Die Zeitumstände - das "Dritte Reich" - waren es vermutlich, die seine Karriere in Deutschland zu Anfang der 1930er Jahre beendeten.



Eckart Sackmann/Thomas Vité:
Zauberer und Zeichenkünstler: Walter Sperling alias Tagrey
Deutsche Comicforschung 9 (2013), S. 52-62

Er war ein Mann der vielen Talente, ein leidenschaftlicher Magier, ein Sachbuch- und Romanautor und - auf einem kurzen Stück seines Lebens - auch ein Comic-zeichner. Nicht nur diese Comics, auch Walter Sperlings Beschreibungen des Metiers verdienen heute unser Interesse.



Eckart Sackmann:
Erich Ohsers "Vater und Sohn" - eine Ikone aus neutraler Sicht
Deutsche Comicforschung 9 (2013), S. 63-79

Abhandlungen zu "Vater und Sohn" stellen Ohsers Comic gemeinhin in eine Linie mit dem tragischen Ende des Zeichners. Das ist unzulässig - trägt es doch nicht dazu bei, das Werk vorurteilsfrei zu bewerten. Welchen Rang hat "Vater und Sohn" als Zeitungsstrip der 1930er Jahre wirklich?



Eckart Sackmann:
G. Bri - Gerhard Brinkmann
Deutsche Comicforschung 8 (2012), S. 64-78

Im umfangreichen ╬uvre des Pressezeichners und Illustrators Gerhard Brinkmann nehmen die Comics nur kleinen Raum ein. Dennoch ist der Beitrag zum deutschen Comic nicht gering - erstreckt er sich doch über mehr als ein halbes Jahrhundert und schließt Illustrierten- und Werbecomics sowie Buchausgaben ein.



Eckart Sackmann und Harald Havas:
Bilderbogen des kleinen Lebens: Familie Riebeisel
Deutsche Comicforschung 5 (2009), S. 51-61

In älterer Literatur zum Comic liest man in der Regel, erst nach 1945 habe es im deutschsprachigen Raum Sprechblasencomics gegeben. Neuere Forschungsergebnisse widerlegen das. In Österreich war die Sprechblase bereits in den 20er Jahren eingeführt. "Familie Riebeisel" erschien kurzzeitig auch in Deutschland.
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Harald Havas und Eckart Sackmann:
Ladislaus Kmoch
Deutsche Comicforschung 6 (2010), S. 46-60

Mit "Tobias Seicherl" erschuf er den vermutlich ersten politischen Tagesstrip der deutschsprachigen Comicgeschichte. Auf die politische Dimension der Frühzeit dieses Strips ist der Wiener Ladislaus Kmoch denn auch stets reduziert worden. Doch sein Werk ist vielschichtiger; es reicht weit über "Seicherl" hinaus.



Andreas Krägermann und Eckart Sackmann:
Superman aus der Gartenlaube
Deutsche Comicforschung 1 (2005), S. 52-55

Ausgerechnet in der Gartenlaube erschien Ende der 1930er Jahre ein Comic, der auf amerikanische Vorbilder verweist und in der Comicliteratur der Zeit die große Ausnahme ist. "Famany", der "erste deutsche Bildroman", wendet sich offenbar an den erwachsenen Leser.



Eckart Sackmann:
Hellmuth M. Peter
Deutsche Comicforschung 7 (2011), S. 49-52

Ein unbekannter Zeichner, der ausgerechnet zu Beginn der Hitler-Ära und in einer betont "völkischen" Publikation einen Sprechblasencomic mit stehendem Helden in Szene setzt - wer war dieser Hellmuth M. Peter und woher hatte er seine Anregungen?



Eckart Sackmann:
Horst von Möllendorff
Deutsche Comicforschung 7 (2011), S. 53-63

Mit seinem auf das Wesentliche reduzierten Strich war Horst von Möllendorff in den 1930er Jahren der konsequenteste Vertreter des damaligen "Männchenstils". Er galt als unermüdlicher Erfinder immer neuer Gags. Nach dem Krieg machte sich Möllendorff durch sein Bildrätsel "Gewinne mit Kessi und Jan" einen Namen.



Dietrich Grünewald:
"Bilder sprechen ohne Worte." Carl Meffert/Clément Moreau
Deutsche Comicforschung 7 (2011), S. 64-76

Rückblickend war es wohl eine der entscheidenden Leistungen der 1968er-Proteste, die jüngere Vergangenheit nicht schweigend ad acta zu legen, sondern aufzuarbeiten. In diesem Kontext wurde auch der vergessene Grafiker Carl Joseph ("Jupp") Meffert, der sich 1933 Clément Moreau nennt, wiederentdeckt.
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Eckart Sackmann:
Der frühe Reinhold Escher
Deutsche Comicforschung 7 (2011), S. 77-91

Mit der Serie "Mecki" schuf der Hamburger Reinhold Escher einen der künstlerisch wertvollsten deutschen Comics der Nachkriegsjahrzehnte. Wie kam der damals bereits in mittlerem Alter stehende Zeichner dazu, welche Einflüsse hatten auf seinem bisherigen Lebensweg auf ihn eingewirkt?



Helmut Kronthaler:
Franziska Bilek - von den "Weiberln" zum "Herrn Hirnbeiß"
Deutsche Comicforschung 7 (2011), S. 92-101

Als Protégé Olaf Gulbranssons kam die Münchner Zeichnerin Franziska Bilek in den 1930er Jahren zum "Simplicissimus" und entwickelte hier einen eigenen, dynamischen Zeichenstil und skurrilen Humor. Bekannt wurde sie später mit ihren Arbeiten über München, vor allem aber mit der Figur des Herrn Hirnbeiß.



Eckart Sackmann:
Emmerich Huber
Deutsche Comicforschung 1 (2005), S. 56-71

Eckart Sackmann:
Emmerich Huber - zum zweiten
Deutsche Comicforschung 6 (2010), S.87-92

Addenda
Deutsche Comicforschung 3 (2007), S. 141

Er war in den 20er und 30er Jahren einer der innovativsten Comiczeichner in Deutschland. Sein Schaffen erstreckt sich über ein halbes Jahrhundert. Und dennoch finden sich heute kaum Hinweise zu Emmerich Huber, die das überlieferte Werk mit der Person des Zeichners verknüpfen könnten.
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Gerd Lettkemann und Eckart Sackmann:
Hans Kossatz - das Frühwerk
Deutsche Comicforschung 3 (2007), S. 45-56

Addenda
Deutsche Comicforschung 4 (2008), S. 140-141

Dass ein deutscher Zeichner während der 1930er Jahre einen Sprechblasenstrip in einer großen Berliner Tageszeitung laufen hatte, will nicht in das Bild passen, dass wir bisher von der Rolle des Comic während der Nazizeit haben. Der Schöpfer dieses Strips, Hans Kossatz, war in mancher Hinsicht ein Ausnahmezeichner.
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Helmut Kronthaler:
Hans Füsser
Deutsche Comicforschung 3 (2007), S. 57-63

Er hat kaum Comics geschaffen und ist Sammlern eigentlich nur wegen zweier bald nach dem Krieg erschienener Hefte bekannt. Mit diesen zählte er allerdings zu den ersten deutschen Comiczeichnern, die nach 1945 eine hierzulande bis dahin fast fremde Form des Erzählens aufgriffen.



Gerd Lettkemann:
Kindercomics und Klassenkampf - die AIZ
Deutsche Comicforschung 2 (2006), S. 68-71

Die Arbeiter Illustrierte Zeitung (AIZ) propagierte den Kampf des Proletariats, doch war ihr gleichermaßen an einer Aufklärung und Schulung des ästhetischen Bewusstseins der Arbeiter gelegen. Politisch waren auch die zu Beginn der 30er Jahre eigenproduzierten Comics des Blattes.



Eckart Sackmann:
Der Papagei - zwei deutsche Jungens auf großer Fahrt
Deutsche Comicforschung 3 (2007), S. 32-44

Addenda
Deutsche Comicforschung 7 (2011), S. 140-141

Der Abenteuercomic, so lehren es viele Sekundärwerke, hatte seine Geburtsstunde am 7. Januar 1929 mit dem Beginn von "Tarzan" und "Buck Rogers". Das ist falsch. Abenteuerserien gab es lange vorher. Hier ein Blick auf den Papagei, eine Wiener Comiczeitschrift für Kinder der 1920er und 30er Jahre.
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Antje Neuner-Warthorst:
"Meschuggenes" von Walter Trier
Deutsche Comicforschung 4 (2008), S. 48-61

Vor 1935 beherrschte ein Maler und Grafiker Deutschlands Tages- und Wochenzeitungen: Walter Trier. Bis heute wird er als Kästner-Illustrator gefeiert und geliebt, doch dass er schon viel früher ganz anders konnte - auch das, was man heute Comic nennt -, wissen nur die wenigsten.
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Eckart Sackmann:
"Der kleine Genossenschafter"
Deutsche Comicforschung 4 (2008), S. 62-74

Genossenschaften entwickelten in den 1920er und 30er Jahren durchaus ideologische Züge. Kindern und ihrer Lektüre galt deswegen besondere Aufmerksamkeit. Nach 1933 wurde die auch Bildergeschichten transportierende Kinderbeilage der Mitgliederzeitschrift Genossenschaftsfamilie für andere Ziele missbraucht.
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Helmut Kronthaler:
Barlog
Deutsche Comicforschung 4 (2008), S. 75-85

Addenda
Deutsche Comicforschung 5 (2009), S. 140-141

Die Abenteuer der "5 Schreckensteiner" sind Barlogs bekannteste Bildergeschichten. Die Karriere des Zeichners beginnt jedoch bereits in den 20er Jahren und führt über die Berliner Illustrirte und zweifelhaften Soldatenhumor während des Dritten Reiches bis zu harmlosen Witzzeichnungen in der Nachkriegszeit.
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Eckart Sackmann und Gerd Lettkemann:
Max Otto
Deutsche Comicforschung 4 (2008), S. 86-99

Eckart Sackmann:
Max Otto - zum zweiten
Deutsche Comicforschung 5 (2009), S. 99-103

Er war eines der großen Talente des Comic in Deutschland, sowohl vor als auch nach dem Krieg. Da er vor allem für die Presse tätig war, kennt dennoch kaum jemand seinen Namen. Was für ein Mensch dieser Max Otto war, bleibt trotz neuer Erkenntnisse weitgehend ein Rätsel.
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Eckart Sackmann:
Otto Waffenschmied
Deutsche Comicforschung 5 (2009), S. 62-78

Addenda
Deutsche Comicforschung 8 (2012), S. 142

Der gebürtige Wiener Otto Waffenschmied war einer produktivsten Comiczeichner und -autoren der 1930er Jahre. Als Hauptwerk gilt die langlebige, in Zusammenarbeit mit seiner Frau gestaltete Kinderzeitschrift Dideldum. Erfolg hatte der vielseitige Waffenschmied aber auch mit einem Theaterstück für Kinder.
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Gerd Lettkemann:
Otto Schoffs "Mucki" als Transformation eines US-Strips
Deutsche Comicforschung 5 (2009), S. 79-83

Nur wenige US-amerikanische Comics fanden zwischen den Kriegen ihren Weg nach Deutschland. Martin Branners "Winnie Winkle" war so eine Ausnahme. Nach Einstellung der hierzulande als "Kalle, der Lausbubenkönig" bekannten Originalserie zeichnete der Deutsche Otto Schoff kurzzeitig einen Nachfolgestrip.



Eckart Sackmann:
Cefischer
Deutsche Comicforschung 5 (2009), S. 84-98

Mit dem "Familienkater" Oskar schuf der Frankfurter Carl Fischer - genannt Cefischer - eine der populärsten Comicfiguren der Nachkriegszeit. Fischer begann seine Karriere in den 20ern. Ein schreckliches Schicksal führte dazu, dass er seinen "Oskar" mit dem Mund zeichnen musste - er hatte im Krieg beide Arme verloren.
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Gerd Lettkemann:
Paul Peroffs Spezialreporter
Deutsche Comicforschung 6 (2010), S. 61-64

Die Leser der Unterhaltungszeitschrift Das kleine Magazin stießen im Frühjahr 1925 auf Ungewohntes. Einen Sprechblasencomic von der Art der "Erlebnisse unseres Spezialreporters" hatte es in Deutschland noch nicht gegeben. Urheber der Strips war vermutlich der gebürtige Russe Paul Peroff.
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Helmut Kronthaler:
Otto Nückel und der Bilderroman ohne Worte
Deutsche Comicforschung 6 (2010), S. 65-73

Unter dem Titel "Schicksal" erschien 1926 eine "Geschichte in Bildern" von Otto Nückel, die zu den innovativsten Schöpfungen deutscher Druckgrafik und Illustrationskunst aus der Zeit der Weimarer Republik zählt. Im Gegensatz zu den Arbeiten Frans Masereels ist dieses Werk hierzulande heute fast vergessen.
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Eckart Sackmann:
Die Darbohne - eine Werbe-Idee mit Langzeitwirkung
Deutsche Comicforschung 6 (2010), S. 74-86

Ende der 1920er Jahre entstand für die Firma Darboven eine langlebige Reihe von Bilderbogen mit einer Kaffeebohne - der Darbohne - als Titelheldin. Nach dem Krieg setzte der bekannte Grafiker Hans Held die Reihe der Darbohne-Comics fort, die in moderner Form seit kurzem von Marc Buchner gestaltet werden.
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Dietrich Grünewald:
Der Totentanz bei Rethel, Ille und Schwarzkopf
Deutsche Comicforschung 5 (2009), S. 21-32

Traditionell sind die seit dem 15. Jahrhundert verbreiteten Totentanzdarstellungen additiver Natur. Anders eine von Alfred Rethel 1849 geschaffene Bildfolge mit zeitgenössischen Bezug, die ihrerseits die Totentanz-Zyklen von Eduard Ille (ebenfalls 1849) und von Richard Schwarzkopf (1936) prägte.
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Copyright © 2010 Verlag Sackmann und Hörndl